Mittelalter

Das Gebiet des heutigen Wulfelades gehörte im frühen Mittelalter zum Siedlungsgebiet der Sachsen. Ansässig war hier der Stamm der Engern. Zu dieser Zeit (600-700) entstehen die ersten Siedlungskerne im Neustädter Land.

Durch die Eroberung dieses Gebietes durch die von Westen kommenden Franken unter Karl dem Großen (772-804) wurde das Gebiet, das vorher “heidnisch” war zwangschristianisiert. Zudiesem Zwecke wurden Bistümer und Klöster gegründet. Das wichtigste sächsische Klöster zu dieser Zeit war das 822 gegründete Kloster Corvey a.d. Weser. In Mandelsloh wird 880 eine Taufkirche errichtet.

Zwei Quellen zu Folge findet die erste Erwähnung von Wulfelade im Jahre 1217 unter dem Namen “wluelage” oder “wluelo” statt. Wulfelade gehörte zu dieser Zeit zum Kirchspiel Mandelsloh.

Da aber eine 900-Jahr-Feier im Jahre 2007 ansteht, scheint es eine “erste urkundliche Erwähnung im “Registrum Erkenberti Corbeiensis Abbatis” (Erkenbert, Abt im Kloster Corvey von 1107 - 1128).” zu geben, in der “Wulfelade (Wolvelage) (...) neben Laderholz und Suttorf als Herrenhof des Klosters Corvey genannt” wird. (3)

In einer weiteren Urkunde vom 2. Februar 1390 wird der Ort “Wulvelaghe” genannt. In dieser urkunde wird dir Klostermühle in der Nähe von Wulfelade erwähnt, die von der Leine angetrieben wird. Durch die Leine war zu diesem Zweck ein Wehr errichtet, wodurch Wasser aufgestaut wurde, um die Mühle zu betreiben. Da die Leine aber auch von kleineren Schiffen befahren wurde, mit denen Kaufleute aus Hannover und Bremen ihre Waren beförderten, mußte das Wehr bei Ankunft eines Schiffes geöffnet werden, um dieses passieren zu lassen. In dieser Urkunde verpflichtete sich nun Hannover die Schäden die eventuell entstanden auf Anforderung des Klosters Mariensee zu ersetzen.

Flussaufwärts wurden die Schiffe zu dieser Zeit von Pferden gezogen (Pferde natürlich an Land, nicht im Wasser)